Konzerte und Festivals in Österreich: ein Überblick nach Regionen

Das österreichische Veranstaltungsjahr folgt einem recht stabilen Rhythmus. Wer ihn einmal kennt, findet leichter, was zum eigenen Geschmack passt, und muss nicht jedes Jahr von vorne suchen.

Open Air von Juni bis September

Kleinere Open Airs finden häufig auf Sportplätzen oder Festwiesen am Ortsrand statt. Der Aufwand ist geringer, die Stimmung dafür oft persönlicher als bei den großen Namen.

Das Donauinselfest in Wien ist eine Besonderheit, weil der Eintritt frei ist. Es zieht regelmäßig ein Millionenpublikum an und läuft üblicherweise Ende Juni über drei Tage.

Adventmärkte und Bälle

Die Christkindlmärkte öffnen üblicherweise in der zweiten Novemberhälfte und laufen bis kurz vor Weihnachten. Allein in Wien gibt es über ein Dutzend davon, mit sehr unterschiedlichem Charakter.

Für die meisten Bälle gilt eine Kleiderordnung. Sie steht auf der jeweiligen Veranstaltungsseite und wird in der Praxis auch kontrolliert.

Sport als Publikumsmagnet

Das Hahnenkammrennen in Kitzbühel im Jänner ist der bekannteste Wintersporttermin des Landes. Die Streif zieht jedes Jahr ein sehr großes Publikum an, entsprechend früh sind Unterkünfte ausgebucht. Wer weiterstöbern möchte, wird auf dieser Seite fündig.

Im Sommer kommen Radveranstaltungen dazu, von Amateurrennen bis zu Etappen größerer Rundfahrten. Sie führen häufig über Passstraßen, die an diesen Tagen gesperrt sind.

Familienfreundliche Termine

Bei großen Festivals gibt es zunehmend Familienzonen mit Ruhebereichen und Gehörschutz für Kinder. Die Angebote unterscheiden sich allerdings stark. Wer tiefer einsteigen will, findet eine Sammlung zu Kulturveranstaltungen in Österreich.

Stadtfeste und Erntedankfeste sind für Familien meist die unkompliziertesten Termine. Sie sind kostenlos, gut erreichbar und zeitlich überschaubar.

JahreszeitSchwerpunktTypische Termine
Jänner bis Feber Ballsaison, Wintersport Opernball, Hahnenkammrennen
April bis Juni Stadtfeste, Laufevents Vienna City Marathon, Donauinselfest
Juli bis September Festivals und Festspiele Salzburger Festspiele, Frequency, Ars Electronica
Oktober bis Dezember Brauchtum und Advent Almabtrieb, Erntedank, Christkindlmärkte

Wo sich der zweite Blick lohnt

Wer Freunde oder Verwandte in einer Region hat, erfährt von den interessanteren Terminen ohnehin zuerst. Das ist bis heute die verlässlichste Quelle.

Auch Handwerksmärkte und Kunsthandwerksausstellungen finden sich über das ganze Jahr verteilt, oft in Verbindung mit einem Ortsjubiläum.

Was auf österreichischen Märkten läuft

Wochenmärkte gibt es in praktisch jeder größeren Gemeinde, meist an ein bis zwei fixen Tagen. Sie sind kein Event im engeren Sinn, prägen den Ortsalltag aber deutlich.

Auf Märkten ist Bargeld weiterhin die Regel. Kartenzahlung setzt sich nur langsam durch und ist bei kleineren Ständen selten möglich.

Angebote für Menschen mit Behinderung

Historische Altstädte mit Kopfsteinpflaster sind für Rollstühle und Kinderwagen anspruchsvoll. Das betrifft besonders Adventmärkte in den Innenstädten.

Ein kurzer Anruf beim Veranstalter klärt in fünf Minuten mehr als jede Website. Die meisten reagieren darauf sehr entgegenkommend.

Wie man den Überblick behält

Das österreichische Veranstaltungsjahr ist dicht genug, dass man nie alles sieht. Sinnvoller als eine lange Wunschliste ist die Entscheidung für zwei oder drei Termine pro Saison.

Wer den Jahresrhythmus einmal kennt, plant deutlich entspannter. Die großen Termine liegen jedes Jahr ungefähr gleich.

Die Anreise verdient dabei mehr Aufmerksamkeit als das Programm. Sie entscheidet in der Praxis oft darüber, ob ein Tag angenehm verläuft.

  • Kleine Feste werden oft nur lokal angekündigt
  • Gemeindezeitungen und Aushänge sind dafür die beste Quelle
  • Viele Stadt- und Erntedankfeste kosten keinen Eintritt
  • Bargeld für kleinere Stände mitnehmen

Der Rhythmus des Veranstaltungsjahres

Feiertage strukturieren den Kalender zusätzlich. Rund um Christi Himmelfahrt, Fronleichnam und den Nationalfeiertag am 26. Oktober häufen sich Veranstaltungen, weil lange Wochenenden entstehen.

Die Dichte ist im Sommer am höchsten. An manchen Wochenenden im Juli und August konkurrieren mehrere große Veranstaltungen direkt miteinander, was sich auf Preise und Unterkünfte auswirkt.

Regionale Unterschiede im Programm

Kärnten und das Burgenland setzen stärker auf Seen und Freiluftveranstaltungen im Sommer. Im Burgenland kommen Weinfeste und Opernaufführungen im Steinbruch dazu.

Oberösterreich verbindet Industriekultur mit Musik, das Ars Electronica Festival in Linz ist dafür das bekannteste Beispiel und findet im September statt.

Was mitgenommen werden darf

Drohnenaufnahmen sind ohne Genehmigung fast immer verboten, bei Veranstaltungen mit vielen Menschen ohnehin.

Eigene Getränke sind auf abgesperrten Geländen meist nicht erlaubt. Bei kostenlosen Stadtfesten gilt das in der Regel nicht.

Der Pfandbecher ist fast überall Standard. Wer ihn zurückgibt, bekommt den Einsatz retour, was bei mehreren Ständen ins Gewicht fällt.

Was die Festspielsaison ausmacht

Die Spielpläne stehen meist ein halbes Jahr im Voraus fest. Das macht die Planung leichter als bei Popveranstaltungen, wo Termine kurzfristiger kommen.

Die Salzburger Festspiele laufen traditionell von Ende Juli bis Ende August und verbinden Oper, Schauspiel und Konzert. Sie prägen das Stadtbild in dieser Zeit spürbar.

Häufige Fragen zu Veranstaltungen in Österreich

Wie findet man kleinere Veranstaltungen?

Über Gemeindezeitungen, Aushänge vor Ort und regionale Ankündigungen. Vieles davon wird nie online beworben.

Wann beginnen die Christkindlmärkte?

Üblicherweise in der zweiten Novemberhälfte. Sie laufen bis kurz vor Weihnachten, kleinere Märkte oft nur an Wochenenden.

Wie früh sollte man Tickets kaufen?

Bei großen Festivals lohnt der Frühverkauf, der oft kurz nach der laufenden Ausgabe startet. Bei kleineren Veranstaltungen genügt meist die Abendkassa.

Die genannten Zeiträume geben den üblichen Jahresverlauf wieder. Einzelne Veranstaltungen können verschoben werden oder entfallen.